Ich bin stolz ein Koch zu sein!

Was ich einmal los werden möchte und bisher kommentarlos geschluckt habe: Die meisten kennen mich als einen besonnenen und ruhigen Vertreter der Köchezunft. Was aber momentan in den Medien (TV, Presse) erfolgt, grenzt schon an eine Berufsschädigung. Ob es um schlechte Schul- und Altenverpflegung geht oder um Kollegen, die für die Industrie werben, immer werden die Köche als die Schuldigen gesehen. Es ist doch jedem selbst überlassen, ob er es mit seinem Gewissen ausmachen kann, für die Hersteller solcher Produkte oder Caterer zu arbeiten.

Es gibt für mich keinen schöneren Beruf als den des Kochs. Kreativität, künstlerisches Engagement, Emotionalität und auch der ökologische Gedanke sowie Regionalität werden bei den meisten Kollegen ganz groß geschrieben.

Nicht nur dass wir mit den schlechten Arbeitszeiten kämpfen müssen und wenige bis gar keine sozialen Kontakte pflegen können, auch Mindestlohn, Arbeitszeitengesetz und der erhöhte Mehrwertsteuersatz machen dem Gastronomen und der Hotellerie zu schaffen. Dazu kommt noch der Fachkräftemangel in sämtlichen Berufssparten der Gastronomie.

Was mich aber immer wieder begeistert und mich für meine Berufswahl als Koch entschädigt, sind die jungen Kollegen und Kolleginnen, die einen großen Teil ihrer kostbaren Zeit in Kochwettbewerbe investieren und sich mit anderen in ihrem Beruf messen. Leider können nicht alle gewinnen, und das ist für mich immer sehr traurig zu sehen, wie viele Hoffnungen und Erwartungen manchmal an nur einem Punkt scheitern. Dazu sage ich nur, macht weiter so, glaubt an Euch und geht Euren Weg.

Es gibt nicht viele Berufe, die so schön wie die des Kochs sind!

In diesem Sinne
Euer/ Ihr
Guido Fritz

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