Neuer Kellermeister für die Hex vom Dasenstein

Der Diplom-Ingenieur Alexander Spinner (49) ist der neue Kellermeister im Winzerkeller Hex vom Dasenstein. Hand in Hand mit Marco Köninger, Geschäftsführender Vorstand und Kellermeister wird er zusammen mit dem bewährten Kellerteam die Weichen für beste Weine stellen. Seit dem 1. April verstärkt der gebürtige Durbacher das Team um Marco Köninger. Spinner blickt auf einen reichen Erfahrungsschatz und genießt in der Branche einen ausgezeichneten Ruf.

Alexander Spinner hat zuvor in renommierten Betrieben gearbeitet und diese bei Prämierungen auch zu großen Erfolgen geführt. Der Kellermeister hat schon in seiner Schulzeit im Gräflich Wolff Metternich’schen Weingut in Durbach gearbeitet. Danach hat er im Staatsweingut Assmannshausen, einem 20 Hektar großen reinen Spätburgunder-Betrieb, seine Winzerlehre absolviert. „Dort wird mit ähnlicher Philosophie wie hier im Betrieb gearbeitet. Alle Weine reifen im Holzfass aus.“ Danach folgte das Studium der Weinbau- und Kellerwirtschaft an der Hochschule Geisenheim. Alexander Spinner entschied sich dann für eine Stelle als Betriebsleiter im Markgräfler Land. 1992 kehrte er zurück in die Ortenau und führte das Weingut Schloss Neuweier zunächst als Verwalter und dann als Kellermeister. Als das Weingut 2012 verkauft wurde, endete Spinners 20-jähriges Wirken im Baden-Badener Rebland.  Zunächst als Weinbauberater für den Landkreis Rastatt und den Enzkreis und danach als Qualitätsmanager im Weingut Bimmerle sammelte er weitere Erfahrung in seinem Beruf. Die Stelle als Kellermeister bei der Hex ist ihm wie auf den Leib geschneidert. „Ich wollte wieder im Weinbereich tätig sein und nun unterstütze ich Marco Köninger.“ Bei der Hex schätzt er vor allem auf die Bewahrung alter Werte im Weinausbau wie langes Hefelager und Holzfass. „ Die Arbeit hier im Keller ist etwas aufwändiger, rundet jedoch das Gesamtergebnis positiv ab.“

Dem Weinbau war Spinner von Kindesbeinen an verbunden, einmal durch den Nebenerwerbsbetrieb daheim und zum anderen durch den Großvater Heinrich Spinner, langjähriger Kellermeister im Metternich’schen Weingut. Ihm hat er während seiner gesamten Schulzeit immer geholfen.

Der Winzerkeller Hex vom Dasenstein ist sehr erfolgreich im Bereich der Spätburgunder Rotweine. Der Betrieb folge nicht jedem Trend, sondern verfeinere seine bewährten Produkte nicht zuletzt durch eine ausgereifte Handarbeit in Weinberg und Keller. „Die Qualität hier im Hause steht auf einem sehr hohen Niveau.“ Darin sieht Spinner eine seiner Hauptaufgaben, das hohe Niveau zu halten. „Hier und da gibt es sicher kleine Stellschrauben, wo man noch verbessern kann.“

Auch der Klimawandel erfordere eine neue Gangart. Der Lesezeitpunkt verändert sich. Neue Sorten kommen hinzu. In Kappelrodeck macht man bereits sehr gute Erfahrungen mit Merlot und Cabernet Sauvignon. „Das macht uns auch internationaler.“ Und mancher Kunde kaufe dann den Wein hierzulande und nicht im Ausland. Das Terroir in Kappelrodeck weise durch die Tallage ein besonderes Klima auf. Toplagen, hervorragende Böden in Form von Granitverwitterungsböden bringen eine spezielle Art von Spätburgunder Rotwein hervor. „Deshalb wird hier auch seit Jahrhunderten Spätburgunder angebaut, „weil das einfach passt!“ Angesichts des Klimawandels sieht Spinner „riesige Vorteile“ für die Kappler Lagen, die zum Teil hoch liegen und für Weiß- und Spätburgunder Rotweine ideal sind.

Zusammen mit Qualitätsmanager Frank Männle macht er Rebbegehungen und sucht die Nähe zu den Winzerinnen und Winzern. „Es ist wichtig für den Winzer, dass der Kellermeister nah dran ist.“ In der Existenzsicherung der Winzer sieht er eine weitere große Aufgabe. Das wichtigste Ziel sei die Produktion sehr guter Weine, die sich gut und erfolgreich am Markt platzieren lassen, damit der Winzer eine gute Auszahlungsleistung erhält. „Denn der Winzer ist derjenige, dem die Winzergenossenschaft gehört.“ Und er soll ja auch Freude daran haben, seine Trauben hierher zu bringen im Wissen darum, dass daraus beste Weine entstehen.

Für dieses Jahr rechnet der Kellermeister mit einem früheren Lesebeginn. Und wie alle hofft er auf eine gute Menge nach den zwei zurückliegenden kleinen Ernten.

Alexander Spinner ist verheiratet, hat zwei Kinder im Alter von 13 und 17 Jahren. Mit einer Teilzeitstelle hat er sich über die Jahre als die Kinder klein waren deren Erziehung und Betreuung mit seiner Frau, einer Kinderpsychologin, geteilt. Am besten entspannen kann er beim Laufen und zusammen mit seiner Familie.

Zurück

Einen Kommentar schreiben